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Gedenkenstättenfahrten

 

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts fahren seit 2017 jährlich Schülern der 9. und 10.Klassen zu Gedenkstätten des Holocaust in Polen.

Im April dieses Jahres führte uns unsere einwöchige Studienfahrt mit 28 Schülern, zwei Lehrern und einem Sozialarbeiter nach Majdanek und Belzec.

Die Gedenkstätte des ehemaligen Vernichtungslagers in Majdanek erinnert an das erste Konzentrationslager der SS in Polen. Es ist das zweitgrößte nach Auschwitz. Verbunden damit war auch ein Besuch Lublins.

An einem gemeinsamen Projekttag bereiteten wir uns im Vorfeld auf die Thematik vor. Wir besprachen ausführlich die historischen Hintergründe der nationalsozialistischen Verbrechen. Begriffe wie Endlösung, Deportation, Selektion und Holocaust wurden erläutert. Wir beschäftigen uns auch mit dem Umgang der deutschen Justiz mit den NS-Verbrechen. In diesem Jahr stand zum Bespiel Hermine Braunsteiner im Mittelpunkt. Sie galt unter den Häftlingen als die grausamste und brutalste Aufseherin in Majdanek und trug den Spitznamen die "Stute von Majdanek", da sie mit ihren Eisenstiefeln nach den Häftlingen trat. Obwohl sie 1981 zu zweimal lebenslänglich verurteilt wurde, wurde sie nach 15 Jahren Haft begnadigt. Auch der Film „Schindlers Liste“ stand in den letzten Jahren immer wieder im Fokus unserer thematischen Reisevorbereitung.

Wie in den vergangenen Jahren hat die Europäische Akademie in Waren die Reise organisiert. Nach ca. 10-stündiger Busfahrt erreichten wir unser Hotel in Lublin. Hier begann der nächste Vormittag mit einer Führung durch Lublin. Wir lernten die Synagoge kennen und erfuhren Vieles über das jüdische Leben im damaligen Polen. Am Mittwoch fuhren wir in das ehemalige Vernichtungslager Majdanek. Während einer eindrucksvollen dreistündigen Führung über das dortige Gelände bekamen wir eine Vorstellung von der Grausamkeit und den Ausmaßen, die die Verbrechen der Nationalsozialisten über Polen und Europa gebracht haben. In einem Dokumentarfilm, den wir sahen, berichteten ehemalige Gefangene über ihr Leben im KZ.

Am nächsten Tag besuchten wir die Gedenkstätte Belzec – ein weiteres Vernichtungslager nahe der ukrainischen Grenze. Die Gedenkstätte an diesem Ort gibt es erst seit wenigen Jahren und sie nimmt in ihrer architektonischen Gestaltung eine besondere Stellung ein.

Auf der Heimfahrt am Freitag gabs dann noch einen Stopp in Warschau. Wir fuhren mit dem Fahrstuhl auf das zweithöchste Gebäude Polen – den Kulturpalast.

Vor Beginn der Studienfahrt hatten wir vereinbart, unsere Eindrücke des Tages täglich in Tagebüchern niederzuschreiben. Letztlich war dieser Moment am Abend immer ein Augenblick der Besinnung und auch des Austausches mit unseren Mitschülern.

Auch wenn uns diese Studienfahrt einiges abverlangt hinsichtlich der mehrstündigen Führungen an allen Tagen und der abendlichen Reflexionstreffen, hatten wir dennoch auch genug freie Zeit für uns. Und das polnische Essen ist absolut empfehlenswert.

Wir finden, dass durch die immer geringer werdende Zahl an Zeitzeugen der Besuch solcher authentischen Orte von großer Bedeutung ist, um an die nationalsozialistischen Verbrechen zu erinnern und der Opfer zu gedenken.

Herzlichen Dank an unsere Lehrer Frau Adler und Herrn Jentzsch, die sich für uns um die Durchführung einer solchen Fahrt bemühen.

 

In Zusammenarbeit mit der

Termin für die nächste Studienfahrt: folgt